Die Amtssignatur ist die elektronische Unterschrift einer öffentlichen Institution. Dieses digitale Siegel bzw. Signatur wird auf pdf-Dokumente aufgebracht und macht damit kenntlich, dass es sich um ein amtliches Schriftstück handelt. Dies wird im Zertifikat der Signatur durch den Object Identifier ausgedrückt und durch die Bildmarke der öffentlichen Institution sowie einen Hinweis, dass das Dokument amtssigniert wurde, visualisiert. Die Amtssignatur gewährleistet daher:

  • Erkennbarkeit der Herkunft des Dokuments
  • Prüfbarkeit des Dokuments
Die rechtlichen Bestimmungen zur Amtssignatur sind im 5. Abschnitt des E-Government Gesetzes (§§ 19 und 20) zu finden.

Seit 1.1.2011 muss jedes von einer Behörde (im AVG-Verfahren) elektronisch ausgefertigte Dokument amtssigniert sein.

Die Auswahl und Darstellung bestimmter Merkmale der Amtssignatur gewährleisten die Sicherheit des Siegels bzw. der Signatur und damit die Gültigkeit des Dokumentes auch bei einem Ausdruck auf Papier (vgl. §20 E-GovG). Für das Aussehen der Amtssignatur gibt es keine verbindliche Regelung. Das E-Government Gesetz hält in §19 lediglich fest, dass neben der Bildmarke zumindest noch ein Hinweis, dass das Dokument amtssigniert wurde, enthalten sein muss. Die Information zur Prüfung des elektronischen Siegels bzw. der elektronischen Signatur ist ebenfalls bereitszustellen.

Die Amtssignatur sollte mehr oder weniger in Form eines Signaturblocks dargestellt sein.

Erich Huber